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- 10 - Auch
hier schneidet der Retinascan sehr gut ab,
denn es basiert auf dem Erkennen von
Abstandsunterschieden (s. 4.1.a). Eine
Retina nachzubilden mit all ihren Höhenunterschieden
erfordert einen beträchtlichen Aufwand, hinzu kommt
das die Aderschicht auf den IR-Laserstrahl dynamisch
(unterschiedlich) reagiert da sie organisch ist[2].
Die Echtheit des Auges kann mit
einem kurzen Lichtreiz überprüft werden, denn
ist es echt so wird es im Reflex (ähnlich dem Kniereflex
der auch unkontrolliert ausgelöst wird) reagieren[2].
Bei dem Irissystem ist die Gefahr wesentlich größer
einem Scheinbild den Durchgang zu gewähren, da
es auf dem Erkennen einer nicht dreidimensionalen
Abbildung basiert. Die Nutzung von
mehreren zusammengeschalteten Iriserkennern
ist hilfreich doch auch dementsprechend
Kostenaufwendig[1]. Eine andere Idee ist es
die Augenbewegung zu überprüfen, da das mensch- liche
Auge in ständiger unbewußter Bewegung ist[1]. Doch auch dieses
kann leicht mit Hilfe einer Videoaufnahme überbrückt
werden. Erst wenn an das Auge aktive Licht-Signale
gesendet werden und ihre Resonanz (Antwort)
getestet wird ist dieses wirklich sicher, erfordert aber natürlich
weitere Sensoren. Eine Überlegung meinerseits ist
hier die Kopplung mit einem Bewegungssensorischen
(Sensor = Erkenner) System. Mit einem Wärmesonar
(Elektrikfachgeschäft ca. 40,-) ist eine Person
mit ihrer Entfernung messbar, entspricht
das Augenbild dieser Entfernung von der relativen Größe und Schärfe
(mathematisch sicherlich umsetzbar)
kann es als echtes Augenbild
angenommen werden. Durch die
Temperatursensibilität kann der Sonar nur ein lebendes
Objekt anvisieren (Fokussieren). Ein großer
und leider nicht vermeidbarer Täuschungsfaktor ist durch das Abfangen der
digitalen Information gegeben (IrisCode,
Retinamuster) z.B.: durch Diebstahl eines Terminals auf dem die
einzelnen Informationen jeweils in einer Kopie vorliegen
um nicht von einem Netzwerk abhängig zu
sein. Dabei ist die Auswirkung schlimmer als bei dem Verlust einer Bankkarte oder
Ähnlichem, denn ein Auge gehört
immer nur einer Person die damit eindeutig identifizierbar ist und kann im
Laufe des Lebens nicht verändert werden. Eine mögliche
Lösung ist das verschlüsseln der über- tragenen
IrisCodes bzw. des Retinamusters. Genutzt werden
hierbei häufig konventionelle Kryptverfahren
(Verschlüsselungs-techniken)[5]. Möglich wäre
meiner Meinung nach sogar ein einfaches
aber relativ sicheres optisches Verschlüsselungsverfahren.
Optisch deshalb weil die Informationen
der Iris[1] oder der Retina[2] in
einem begrenzten Bitcode gespeichert sind und dadurch
als ein Block von Bits abgebildet werden können. Ich würde hierbei die
Farben Grün für ein gesetzte
Bits und die Rot für nicht gesetzte Bits verwenden, nun könnte man mit
Hilfe einer beliebigen Funktion die Vertauschungen
der Bits untereinander vornehmen (z.B.: Vertausche Bit 1-100
mit 1948-2048). Dabei ist zu beachten das kein Bit überschrieben wird und
dadurch kein- erlei Verlust an der Qualität
des IrisCodes auftritt. Wird eine Iris gescannt und muss verglichen
werden, wird die Funktion auf den gerade erkannten Iriscode
angewandt. Beide nun verschlüsselte -
Ist das System täuschungsicher ? : der
Augenbrauen müssen berücksichtig
werden. Wie in 3.2.a beschrieben
enthält die Auswertungsformel
(s.Formel 6) Masken die Iriscodes für reine Umweltfaktoren ausblenden. Ein
großes Problem stellen die Lichtbedingungen dar,
denn soll das System erfolgreich sein, muss es solche
mit einbeziehen. Weitgehend wird das Problem dadurch umgangen, das das Irismuster
unter IR-Licht aufgenommen wird und hinzukommend alle
Muster, seien sie noch so unschein- bar
oder stark ausgeprägt, gleichermaßen abgebildet werden[1].
Um die Qualität und die Wahl des HD-Kriteriums
zu rechtfertigen wurden 7070 Vergleiche mit jeweils verschiedenen Bildern der
gleichen Iris durchgeführt. Wurden die Bilder unter
idealen Bedingungen aufgenommen war die HD
= 0,0 unter widrigeren Bedingungen (die Iris war noch erkennbar) nahm sie höchstens
den Wert von HD = 0,327 an[1].
Dies unterstützt die mathematischen Überlegungen (s. 3.2.a) zur Wahl
des HD-Kriteriums. Um noch
bessere Ergebnisse zu erzielen
wurden Rotationen in der
Iriscodierung hinzugefügt[1]. Das Ergebnis
ist ein erkennungssicheres Verfahren mit einem recht kleinen
FRR[1]. A3
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