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Wie zu erkennen ist erfordert diese neuen Technologien noch eine rege gesellschaftlichen Diskussion
bevor sie im großen Maßstab umgesetzt werden können.
a) Iriserkennung[5]
Vorteile :
- Benutzerfreundlichkeit
Da es eine Berührungslose Methode ist verlangt sie vom Benutzer keinerlei speziellen
Kenntnisse und ist einfach zu bedienen.
- Hohe Genauigkeit und Aussagekraft
Die Iris ist ein gut geschütztes Teil des Auges der kaum Beinflussungen durch Verletztung oder
ähnlichem unterliegt. Damit ist es höchst Aussagekräftig da es das eindeutige Muster über
den Lebenszeitraum hinweg mit sich führt. Die FAR und FRR Werte liegen bei 1 zu 1,2 Millionen.
So eindeutig ist kein anderes Verfahren. Diese Genauigkeit bleibt auch bei Benutzung von
Kontaktlinsen, Brillen und Sonnenbrillen bestehen, da das System auf IR-Licht aufbaut.
6. Vorteile und Nachteile beider Systeme im Überblick
IrisCodes werden ganz normal anhand der HD auf ihre Ähnlichkeit überprüft, dies kann ohne
weiteres gemacht werden da der IrisCode noch den selben Informationsgehalt enthält. Da auf
jedem Erkennungsterminal eine eigene Datenbank der Iriscodes vorhanden ist[5], kann die
Funktion von Terminal zu Terminal unterschiedlich gewählt werden. Kommt der IrisCode abhan-
den ist es für den Dieb nicht ohne großen Aufwand möglich an die Funktion zu kommen die
benötigt wird um den Code zu identifizieren (Es wäre einfacher sich mit einer Panzerfaust Eintritt
zu verschaffen).
Der wohl entscheidenste Punkt für Umsetzbarkeit eines Verfahrens ist die Akzeptanz durch die
Gesellschaft. Wie eben erwähnt ist die Gefahr des Diebstahls der Augeninformation höchst
bedrohlich, denn ist es ersteinmal geschehen gibt es keinerlei Maßnahmen die einen vor den
Konsequenzen schützen könnten[6]. Aber auch ohne falschen Hintergedanken kommen Fragen
und Ängste auf. Durch seine Biosignatur ist ein Mensch weitgehend individuell identifizierbar[1].
Es erlaubt ihm natürlich die gewisse Freiheit das er wie in 1.2.b beschrieben einen Schlüssel mit
sich trägt der immer und überall nutzbar ist, den man nicht vergessen kann. Es treten dabei aber
auch Überlegungen auf die die Privatspähre des Menschens betreffen. So ist es heute schon the-
oretisch möglich anhand der Kontobewegungen einer Person ihr ganz privates Kaufverhalten
festzustellen. Jeder der eine EC-Karte nutzt teilt neben dem einfachen Geldtransfer auch die
Information mit was er wo kauft, wie leicht auf dem Kontoauszug erkennbar ist. Übertragen auf
die Retinaerkennung ist keine große Unterscheidung feststellbar da dies auch nur mit Zutun der
Person geschehen kann. Doch die Iriserkennung ist da anders denn wenn es auch mit den heuti-
gen technischen Möglichkeiten noch nicht umsetzbar ist, könnte ein Irisscan auf einem einfachen
Kaufhausbild in Echtzeit geschehen. Mal vom Kaufverhalten abgesehen wäre es sogar möglich
Personen zu verfolgen, wenn genügend Kameras zur Verfügung stehen. Schon heute wird das
Irisscanverfahren in den USA genutzt um Strafgefangene eindeutig zu identifizieren[9]. Das
System ist portabel und überall einsetzbar. Sicherlich kann es von Vorteil sein einen Sträfling
durch automatische System ausfindig machen zu können. Doch die Gefahr des Missbrauches und
das mögliche verkomme zum Überwachungstaates ist viel zu hoch.
Eine weitere Überlegung ist die wirtschaftliche Nutzung des Erkennungssystemes, hier bieten SciFi
Filme schon einen Ausblick auf mögliche Ausartungen. Beispielsweise in dem Streifen Minority
Report. In einer Szene läuft die Hauptperson vor einer mutmaßlichen Gefahr weg. Dabei durch-
läuft er einen U-Bahnschacht mit futuristischen Werbeplakaten die mit Hilfe des Irisscans für ihn
abgestimmte Werbung zeigen und ihn sogar mit Namen ansprechen. Doch auch andere Aspekte
sind aufgeführt, z.B.: die Nutzung der U-Bahn wird simpel über den Scan verrechnet.
- Moralische Überlegungen :
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